Blütentherapie nach Edward Bach -

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Blütentherapie nach Edward Bach



Edward Bach

Mit der Veröffentlichung von Dr. Edward Bachs Heile Dich selbst begann 1931 eine neue Ära in der Geschichte der Medizin. Dennoch erging es Edward Bach wie vielen anderen genialen Entdeckern: Seine neue Heilmethode blieb für die nächsten Jahrzehnte nahezu unbekannt, trotz großer Erfolge, die er und seine Nachfolger zu verzeichnen hatten.

Erst 48 Jahre später erschienen die beiden Bände Heile Dich selbst und Die 38 Heiler von Edward Bach, zusammen mit Wheelers Bach-Blumen Heilmittelverzeichnis, in deutscher Sprache unter dem Titel Blumen, die durch die Seele heilen. Inzwischen ist ein regelrechter Bachblüten-Boom zu verzeichnen.

Edward Bach - er lebte von 1886 bis 1936 in England - war Arzt und ein bekannter Pathologe, Immunologe und Bakteriologe. Seine Entdeckungen auf diesen Gebieten waren bahnbrechend, die von ihm entwickelten Mittel gingen unter der Bezeichnung «Bach- Nosoden» in die Geschichte der Homöopathie ein.

Trotz der hervorragenden Erfolge, die er damit erzielte, war er immer noch unzufrieden. Für ihn war Krankheit eine Folge von Disharmonie zwischen Körper und Seele, nicht eine «Betriebsstörung in der Maschine Mensch». Die Krankheitssymptome waren für ihn der äußere Ausdruck, die körperliche Manifestation, negativer Gemütszustände.

Sein Postulat lautete: «Behandle den Menschen und nicht die Krankheit». Als Ursache von Krankheit vermutete er negative Gemütszustände wie Sorgen, Angst, Unzufriedenheit, Ungeduld, Traurigkeit usw. Aus diesem Grund begab er sich auf die Suche nach seelischen Heilmitteln, die auf diese Krankheitsursachen Einfluss nehmen sollten.

Edward Bach war sehr naturverbunden und vor allem äußerst sensitiv. Auf der Suche nach seinen Heilmitteln ging er hinaus in die Natur, pflückte ein Blatt von einer Pflanze und legte es auf seine Zunge. Mit Hilfe seiner übergroßen Sensitivität konnte er die Wirkung dieser Pflanze auf den Körper und die Psyche des Menschen erspüren. Auf diese Weise fand er Pflanzen, die ihm für die Behandlung negativer Gemütszustände geeignet schienen. Er verwendete die Blüten von wildwachsenden Blumen, aber auch von Wildsträuchern, Büschen und Bäumen.



Wirkungsweise

Edward Bach ging davon aus, dass 38 «Tugenden» als Verbindung zwischen Persönlichkeit und Höherem Selbst dienen. Der Begriff «Höheres Selbst» ist in den esoterischen Lehren jeder Kultur und jeder Religion bekannt und stellt eine höhere Instanz in uns selber dar. Leiden entsteht nach diesen Lehren, wenn der Mensch nicht in Einklang mit seinem Höheren Selbst handelt. Dann werden, gemäß Bach, aus Tugenden negative Seelenkonzepte.

Die Bachblüten stellen durch ihre Schwingung den Kontakt zum Höheren Selbst wieder her und helfen, die entsprechende Tugend wieder zu entwickeln.

Nach Edward Bach ist Krankheit «einzig und allein korrektiv: Sie ist weder rachsüchtig noch grausam, vielmehr ist sie ein Mittel, dessen sich unsere Seele bedient, um uns auf unsere Fehler hinzuweisen, um uns davor zu bewahren, größeren Irrtümern zu verfallen, um uns daran zu hindern, größeren Schaden anzurichten, und um uns auf jenen Pfad der Wahrheit und des Lichts zurückzuführen, den wir nie hätten verlassen sollen.»


Behandlung

Die Bachblütentherapie eignet sich wegen ihrer Einfachheit und Unschädlichkeit ideal zur Selbstbehandlung von Alltagsbeschwerden, kleineren Unpässlichkeiten und zur allgemeinen Vorbeugung gegen Krankheiten aller Art.

Manifeste Erkrankungen sollten jedoch vor Selbstversuchen unbedingt diagnostisch durch einen Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt werden. Massive körperliche Beschwerden oder ernsthafte seelische Probleme gehören grundsätzlich in die Hand eines erfahrenen Therapeuten.

Die Auswahl der in Frage kommenden Bachblüten ist aufgrund der Einfachheit ihrer Indikationen wesentlich unproblematischer als die Arzneimittelwahl bei vergleichbaren anderen Methoden. Bei akuten Gemütsverstimmungen ist in der Regel unschwer zu erkennen, um welche negativen Emotionen es sich dabei handelt und welche Blüten hierfür passen.

Bei der Behandlung körperlicher Beschwerden ist die augenblickliche psychische Verfassung des Betroffenen zu berücksichtigen. Klagt dieser beispielsweise über Magenschmerzen, so ist zu fragen, was ihm denn auf den Magen geschlagen hat und was er nicht verdauen kann. Hierbei kann es sich z.B. um Sorgen, Schuldgefühle, geschluckten Ärger oder auch um ein schockartiges Ereignis handeln, das er nicht verarbeitet hat. Die Blüte für das zugrunde liegende seelische Problem ist in diesem Fall gleichzeitig das Heilmittel für die körperlichen Schwierigkeiten.

Die passenden Blütenessenzen können problemlos miteinander kombiniert werden. Bei akuten Schwierigkeiten sind in der Regel jedoch nicht mehr als sechs oder sieben verschiedene Blüten erforderlich.


Wasserauflösung

Bei akuten Schwierigkeiten gibt man 2 Tropfen je Blüte auf ein Glas Wasser und trinkt davon in gewissen Abständen jeweils einen Schluck. Die Häufigkeit richtet sich danach, wie akut das zu behandelnde Problem ist. Gegebenenfalls nimmt man sogar jede Minute einen Schluck, bis eine deutliche Besserung des Befindens eingetreten ist. Anschließend trinkt man alle 5 - 10 Minuten davon, später alle viertel - bis halbe Stunde.

In weniger dramatischen Situationen genügt es, von einem Glas Wasser mit den entsprechenden Bachblüten halbstündlich bis stündlich einen Schluck zu nehmen. Diese Anwendung ist über mehrere Tage fortzusetzen, bis sich die aktuellen Schwierigkeiten aufgelöst haben.

Die Wasserauflösung ist die ideale Einnahmeform für akute Befindenstörungen wie z.B. melancholischen Phasen, Traurigkeit nach schweren Enttäuschungen, Prüfungsängsten, starker Erschöpfung oder dem Gefühl, völlig überfordert und dem Alltag nicht mehr gewachsen zu sein. Für seelische Ausnahmesituationen (beispielsweise nach Unfällen) ist dagegen Rescue Remedy besser geeignet. Hiervon gibt man jedoch 4 Tropfen auf ein Glas Wasser.



Einnahmeflasche

Zur Behandlung längerfristiger Probleme gibt man die benötigten Blütenessenzen in eine Arzneiflasche, die eine Mischung aus ca. 3/4 stillem Mineralwasser und 1/4 vierzigprozentigem Alkohol (zur Haltbarmachung) enthält. Pro Blüte verwendet man dabei je 1 Tropfen pro 10 ml Lösung.

Von dieser Bachblütenmischung werden 4 x tgl. 2 - 4 Tropfen eingenommen, am besten morgens vor dem Frühstück, vor dem Mittag- und Abendessen und vor dem Schlafengehen.

Bitte verwenden Sie für jede weitere Mischung ein neues Fläschchen. Beim Ausspülen bleibt stets ein kleiner Rest der alten Mischung in der Flasche zurück, was zu sehr unliebsamen Reaktionen führen kann. Da die Bachblüten als Schwingung wirken, lassen sich Rückstände auch nicht durch Auskochen entfernen.



Umschläge & Cremes

Für äußerliche Anwendungen, z.B. bei Verletzungen, gibt man in akuten Fällen 2 Tropfen der in Frage kommenden Blüte (in diesem Fall Star of Bethlehem) auf 1/4 Glas Wasser, tränkt darin ein Tuch und legt dieses 10 - 15 Minuten lang auf die betroffene Stelle. Je nach Intensität der zu behandelnden Beschwerden sind 1 - 3 Behandlungen täglich erforderlich.

Bei längerfristigen Beschwerden ist die Herstellung einer Bachblütencreme sinnvoll. Hierbei kann man mehrere Blüten in einer einzigen Creme kombinieren und diese an verschiedenen Stellen des Körpers auftragen. Auf je 10 g Cremegrundlage kommen 2 Tropfen pro Blüte. Diese Creme ist in der Regel 2 - 3 x täglich anzuwenden. Bei massiven Beschwerden sind häufigere Einreibungen sinnvoll.

Mit Bachblütencremes lassen sich ganz gezielt körperliche Beschwerden behandeln, insbesondere dann, wenn diese auf den neu entdeckten Bachblüten Hautzonen eingesetzt werden.




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Literaturempfehlung:
Dietmar Krämer / Anne Simons, Bach-Blüten Praxisbuch, Gratis eBook, Isotrop Verlag, Bad Camberg
 
Einführung in die Bach-Blütentherapie. Copyright © 2017 by Dietmar Krämer, Hanau.
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